Mose im Kino: Exodus

Im Moment läuft “Exodus: Götter und Könige” im Kino. Regie führte Ridley Scott und das ist zumindest von der filmischen Seite her vielversprechend. Aber lohnt es sich auch den Film zu sehen, wenn man sich davon verspricht eine moderne Bibelverfilmung zu sehen?

Der Film greift die biblische Erzählung über Mose aus dem Buch Exodus auf. Mose, der in der Familie des Pharao aufgewachsen ist, aber eigentlich zum Volk der Israeliten gehört, das sich in der Sklaverei in Ägypten befindet. Im Auftrag Gottes wird Mose zum Anführer der Israeliten und kämpft für deren Befreiung von der Sklaverei. Da der Pharao nicht einlenkt, wird das Land von Plagen überzogen. Höhepunkt des Films ist schließlich die Verfolgung der Israeliten durch die Ägypter und der Durchzug durch das Rote Meer.

Wer einen actionreichen Film erwartet, der eindrucksvoll inszeniert ist und mit modernen Spezialeffekten die biblische Geschichte in Szene setzt, der wird nicht enttäuscht. Was dem Film allerdings fehlt ist ein wenig Spannung, was vielleicht aber auch durch die große Bekanntheit der Geschichte und des Ausgangs einfach gegeben ist. Außerdem gelingt es dem Film nicht, Mose als einen Helden darzustellen, mit dem man wirklich mitfiebern kann.

Dass der Film an einigen Stellen mit künstlerischer Freiheit mit dem Bibeltext umgeht ist bei einem Kinofilm sicher legitim, weitgehend folgt er jedenfalls der biblischen Vorlage. Über kleine Ungereimtheiten in der Geschichte kann man dabei hinwegsehen. Leicht ist es nicht, Begegnungen mit Gott angemessen darzustellen, über die Darstellung Gottes als – manchmal beinahe trotziges – Kind, kann man allerdings streiten.

Insgesamt ist der Film gute Kinounterhaltung und zugleich noch eine gute Gelegenheit, sich von einem anderen Blickwinkel mit der Bibel auseinanderzusetzen. In jedem Fall lohnt es sich, vor oder nach dem Kinobesuch, die Bibel zur Hand zu nehmen und im Buch Exodus die Kapitel 1 bis 15 zu lesen. Auf diese Weise gibt es manches (neu) zu entdecken.

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